Die Aufgabe der Unfallversicherung ist es, mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten und nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen.

Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer versicherten Tätigkeit. Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen. Dabei schließt ein verbotswidriges Handeln einen Versicherungsfall nicht aus.

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die die Bundesregierung durch Rechtsverordnung als Berufskrankheiten bezeichnet und die Versicherte infolge einer versicherten Tätigkeit erleiden. Hierunter fallen solche Krankheiten, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihre versicherte Tätigkeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind.

Bezüglich der Geltendmachung der Ansprüche ist zu beachten, dass ein Zusammenhang zwischen der versicherten Tätigkeit, dem Unfall bzw. der Berufskrankheit und auch ein Zusammenhang zwischen dem Unfall bzw. der Berufskrankheit und dem eingetretenen Schaden bestehen muss. Bei der Feststellung des Bestehens der jeweiligen Kausalketten besteht ein großes Beweisproblem, welches jeweils rechtliche Schwierigkeiten aufweist.

Bei Arbeitsunfällen ist für den Versicherten jeweils zu beachten, dass eine direkte Inanspruchnahme gegen den jeweiligen Arbeitgeber nur dann besteht, wenn der dieser den Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt hat. Ansonsten steht dem jeweiligen Arbeitnehmer lediglich ein Anspruch gegen die Berufsgenossenschaft bzw. die Unfallversicherung zu.