Billerbeck • Löhning Rechtsanwälte

Aktuelles

Zum 1. Januar 2018 wird die Düsseldorfer Tabelle geändert. Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder wird ab diesem Zeitpunkt angehoben. Diese Anhebung beruht auf einer Entscheidung des Gesetzgebers in der „Ersten Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung“ vom 28. September 2017. Der Mindestunterhalt beträgt danach ab dem 1. Januar 2018 für Kinder der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 348 Euro statt bisher 342 Euro, für Kinder der zweiten Altersstufe (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) 399 Euro statt bisher 393 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 467 Euro statt bisher 460 Euro.

Diese Erhöhung des Mindestunterhalts führt zugleich zu einer Änderung der Bedarfssätze der 2. bis 10. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle. Sie werden wie in der Vergangenheit in der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils 5 % und in der 6. bis 10. Einkommensgruppe um jeweils 8 % des Mindestunterhalts angehoben. Demgegenüber bleibt die Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich des Bedarfs volljähriger Kinder in 2018 unverändert, um eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zu dem Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen zu vermeiden.

Auf den Bedarf des Kindes ist nach § 1612 b BGB das Kindergeld anzurechnen. Dieses beträgt ab dem 1. Januar 2018 für ein erstes und zweites Kind 194 Euro, für ein drittes Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhaltsbedarf anzurechnen.

Erstmals seit 2008 werden auch die Einkommensgruppen angehoben. Die Tabelle beginnt daher ab dem 1. Januar 2018 mit einem bereinigten Nettoeinkommen von „bis 1.900,00 Euro“ statt bisher „bis 1.500,00 Euro“ und endet mit „bis 5.500,00 Euro“ statt bisher „bis 5.100,00 Euro“. Auch der sogenannte Bedarfskontrollbetrag, der eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den Unterhaltsberechtigten gewährleisten soll, steigt im Jahre 2018 an. In der ersten Einkommensgruppe entspricht der Bedarfskontrollbetrag dem notwendigen Selbstbehalt. Er wird in der zweiten Einkommensgruppe von bisher 1.180,00 Euro auf 1.300,00 Euro angehoben. In den folgenden Einkommensgruppen steigt der Bedarfskontrollbetrag wie bisher um jeweils 100 Euro.

Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf erhöht sich von 90 Euro auf 100 Euro. Im Übrigen bleibt die Düsseldorfer Tabelle 2018 gegenüber 2017 unverändert.

Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle wird voraussichtlich zum 01.01.2019 erfolgen.

Quelle: Pressemitteilung des OLG Düsseldorf vom 7. November 2017

< Düsseldorfer Tabelle 1. Januar 2018 >

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine bundesweit anerkannte Richtlinie zum Kindesunterhalt und wird vom Oberlandesgericht Düsseldorf in Zusammenarbeit mit anderen Oberlandesgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag erstellt. Ziel der Düsseldorfer Tabelle ist die Vereinheitlichung der Rechtsprechung in Bezug auf die Zahlung von Kindesunterhalt.

Familienrecht. Bei Rückfragen wenden Sie an: Rechtsanwalt Billerbeck

Kontakt

Billerbeck • Löhning
Rechtsanwälte
Fachanwälte
Steuerberater
Notar
Stauffenbergstr. 3-5
32791 Lage
Fon: 05232 - 9752 - 0
Fax: 05232 - 9752 - 29
Email: info@billerbeck.net

Aktuelles

Sieht eine Regelung in einer Versorgungsordnung vo...
Zum 1. Januar 2018 wird die Düsseldorfer Tabelle ...
Teilt ein Versicherungsnehmer - in Kenntnis der ih...
Die Höhe der Entgeltfortzahlung an Feiertagen bes...
Ehrenämter sind in der gesetzlichen Sozialversich...
Scheidungskosten sind anders als nach der bisherig...
Ein Grundstückseigentümer kann sich mit einer Ba...
Verzichtet ein gesetzlicher Erbe gegen eine von se...
Eine Freimaurerloge, die Frauen von der Mitgliedsc...
Ein Grundstückseigentümer muss Blendwirkungen vo...
Der Einsatz eines Software-Keyloggers, mit dem all...
Hat ein Kind einen pflegebedürftigen Elternteil z...
Der Bundesgerichtshof hat sich heute in einer Ents...
Der u.a. für Familienrecht zuständige XII. Zivil...
Ab dem 1. April 2017 darf der Verleiher denselben ...
Der Bundesgerichtshof hat sich heute in einer Ents...
Wettbewerbsverbote, die keine Karenzentschädigung...
Der Bundesgerichtshof hat bereits in mehreren Urte...
Nach einem Urteil des EuGH vom heutigen Tag stellt...
Der u.a. für Familienrecht zuständige XII. Zivil...
Der u. a. für das Bankrecht zuständige XI. Zivi...
Vererben vermögende Eltern ihrem behinderten Kind...
Ab dem 1. Februar 2017 gelten nach dem Verbraucher...
Seit zwei Jahren haben Arbeitnehmer bundesweit Ans...
Zum 1. Januar 2017 hat sich die Düsseldorfer Ta...
Ermöglicht der Arbeitgeber auf seiner Facebook-Se...
Ein durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an...
Der gesetzliche Mindestlohn ist vom Arbeitgeber g...
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein be...
Zum 1. Januar 2016 wird die Düsseldorfer Tabelle ...
Bestehen keine tarifvertraglichen Ausgleichsregelu...
Der Bundesgerichtshof  hat entschieden, dass auch...
Der EuGH hat festgestellt, dass die Fahrzeit, die ...
Das Jobcenter kann Arbeitslosengeld II / Hartz IV ...
Unterhaltspflichtige müssen vom 1. August 2015 an...
Der Antrag auf Bewilligung von Beratungshilfe für...
Auszubildende haben gemäß § 17 Abs. 1 Satz 1 BB...
Auch die Nutzung der Navigationsfunktion des Mobil...

Stichwortsuche

Netzwerke

FacebookBillerbeck - Löhning
© Copyright 2013-2018 by Billerbeck • Löhning Rechtsanwälte Fachanwälte Steuerberater, 32791 Lage Lippe / id-Union. Alle Rechte vorbehalten.