Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein berufsbedingter Wohnortwechsel den Kunden eines Fitnessstudio grundsätzlich nicht dazu berechtigt, seinen langfristigen Vertrag über die Nutzung eines Fitnessstudios (= Fitnessstudio-Vertrag) außerordentlich zu kündigen. Ein Fitnessstudio-Vertrag ist ein Dauerschuldverhältnis und kann von jedem Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Ein solcher wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung nicht zugemutet werden kann. Ein Wohnsitzwechsel stellt nach Auffassung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich keinen wichtigen Grund dar. (BGH, Urteil vom 4. Mai 2016,  XII ZR 62/15)

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